Anhalonium - Peyote


Peyote
kann Dich in die tiefsten Abgründe der Seele führen- dahin, wo Du am Allerwenigsten hingehen möchtest. Es kann Dich  sehen lassen lassen, was Du am Allerwenigsten sehen willst in Dir. Es kann Dich fühlen lassen, was Du zuallerletzt fühlen willst: Deine größten Ängste, Deine innersten Zweifel, Deine größten Schwächen, Deine verborgensten Ego-Muster, zum Beispiel das Muster, niemals schwach sein zu wollen, immer ein Vorbild sein zu wollen, immer gut dastehen zu wollen….
Es kann Dich Deine tiefsten Schatten erleben lassen, da, wo Du vollkommen die Kontrolle verlierst. Es kann Dich dorthin bringen, wo Du ganz und gar aufgeben musst. 
Wenn Du noch vor etwas Angst und diese Angst  raffiniert verstecken willst - Peyote kann  sie hervorholen und sie Dir zeigen.
Und Dir klar machen, wo Du noch immer etwas verurteilst und denkst: Dass darf aber nicht sein.
Und Peyote ist der große Trainer der Authentizität.
Es kann Dir das Licht da Wahrheit dorthin bringen, wo Du Dir in den verborgensten Winkeln Deiner Seele noch immer etwas vormachst. Wo Du noch immer etwas verdrängst,  verbirgst, verleugnest, das, wofür Du Dich schämst und es deswegen sogar vor Dir selbst versteckst - Peyote kann es Dir zeigen.
 Wo Du es noch immer recht machen und stark und gut dastehen willst - statt einfach du  wahrhaftig selbst zu sein, wie Du bist.

Und es geht insbesondere um das Herz bei Peyote. Peyote ist ein homöopathisches Herzmittel, im Arzneimittelbild finden sich viele Herzsymptome. Ein Patient, der  die homöopathische Arznei Peyote braucht, hat oft Herzsymptome als Ausdruck von unbewältigten Traumen bzw. versteckten Gefühlen, die sich dann als bedrohliche Herzsyptome zeigen. Peyote reinigt das Herz.
Peyote lehrt Dich, auch das noch in Deinem Leben in Liebe anzunehmen, was Du bislang aus Deinem Herzen ausgeschlossen hast.
Und es kann Dich in die Mitte Deines Herzens führen, dorthin, wo Du in allen und allem das eine Göttliche erkennst. Und dorthin, wo alle Anstrengung und alles Urteilen ein Ende hat. Manche Menschen, auch viele Peyote-Schamane, machen mit Peyote eine tiefe und nachhaltige Erfahrung vom Wesen der Christuskraft.

Eine Peyote-Geschichte:

Kauyumari: Die Legende vom Blauen Hirsch

Eine uralte mündliche Überlieferung, die von den Ältesten der Wixárika weitergegeben wird, erzählt davon, dass vor langer Zeit schreckliche Krankheiten, Dürren und Hungersnöte das Land heimsuchten. 
So beschlossen die ehrwürdigen Großväter, vier junge Männer auf die Jagd zu schicken; ihre Aufgabe war es, Nahrung herbeizuschaffen, um sie mit der Gemeinschaft zu teilen – ganz gleich, wie wenig sie auch finden würden. 
Die jungen Männer repräsentierten die vier Elemente: Erde, Luft, Wasser und Feuer. 
Die vier jungen Männer traten ihre Reise an, bewaffnet mit Pfeil und Bogen. Sie wanderten tagelang, bis eines Nachmittags ein riesiger Hirsch hinter einigen Büschen hervorsprang. Die Jäger waren erschöpft und hungrig, doch als sie den Hirsch erblickten, vergaßen sie alles andere und begannen, ihm nachzurennen, ohne ihn aus den Augen zu verlieren. 
Der Hirsch blickte die jungen Männer an und empfand herzliches  Mitgefühl mit ihnen. Er ließ sie eine Nacht lang ausruhen; am nächsten Tag reizte er sie jedoch erneut dazu, die Jagd auf ihn wiederaufzunehmen. So vergingen Tage, an denen der Hirsch sie ruhen ließ und sie dann wieder zur Jagd anstachelte, während er sie zugleich auf seinen eigenen Pfad führte. 
Viele Wochen vergingen, ehe sie Wirikuta erreichten. Als die jungen Männer auf dem Pfad den Hügel nahe dem Cerro de las Narices hinaufstiegen, sahen sie, wie der Hirsch in Richtung jenes Ortes sprang, an dem der Erdgeist haust. Sie hätten schwören können, dass sie den Hirsch in genau diese Richtung laufen sahen, und versuchten vergeblich, ihn zu finden. Plötzlich schoss einer der Männer einen Pfeil ab, der mitten in einer Hirschfigur landete – einer Figur, die aus Peyote-Pflanzen gebildet war, welche im Sonnenlicht wie Smaragde leuchteten. Verwirrt über das Geschehen, beschlossen die jungen Männer, ihre Mission zu beenden und mit dem, was sie gefunden hatten, heimzukehren. Sie schnitten die Pflanzen zurecht, um die Gestalt des Hirsches (Marratutuyari) nachzubilden, und nahmen sie mit zurück in ihr Dorf. Nach einer mehrtägigen Wanderung erreichten sie den Berg, wo bereits alle auf sie warteten. Sie wandten sich sogleich an die Ältesten und berichteten ihnen von ihrer Begegnung. Die Ältesten begannen daraufhin, den Peyote unter der Bevölkerung zu verteilen, und  ihre Herzen wurden ihnen weit, sie  fühlten die große Liebe des Weltenschöpfers zu all seinen Geschöpfen, und schon nach kurzer Zeit verspürte niemand mehr Hunger oder Durst.